Wireless Infusion – Innovation für die Anästhesie- und Intensivmedizin

Das neue Wireless Infusion System bietet viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Infusionsbestecken. Die Freiheit der Schlauchlosen Verbindung zwischen Infusionsbehälter und parenteralem Zugang bietet viele Optionen, die sonst nur schwer möglich sind. Das einfachste System bietet die Möglichkeit, einlumige Zugänge mit einer Flussrate von bis zu 1 Liter pro Minute zu befahren. Das maximale Molekulargewicht der verwendeten Flüssigkeit beträgt 150.000 Dalton, so dass auch Kolloidale Lösungen wie Voluven problemlos gegeben werden können. Wegen der im Rahmen der schlauchlosen Übertragung entstehenden zentrifugalkräfte ist das Wireless Infusion System nicht geeignet für Blut oder Blutprodukte (LAEK, FFP, PTK, HA, usw.) Für mehrlumige Zugänge können Receiver mit bis zu 7 zum Patienten führende Leitungen konnektiert werden, welche getrennt voneinander befahren sind. Dabei besteht die Möglichkeit, an zwei Schenkeln eine kontinuierliche Druckmessung durchzuführen (selbst während der Applikation, durch die neue START-STOPP-DRUCKMESS-TECHNIK [SSDT] ist eine Messung im Takt von bis zu 1 Hz möglich.)

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Schlauchloses Infusionssystem (Schemazeichnung)

Durch die Verwendung des Bluetooth-4.0-Standards zur digitalen Datenübertragung lässt sich das System mit jedem Smartphone zur Ansteuerung koppeln (Android, iPhone, Windows). Durch die Wireless Infusion Technik ist ein Abstand der Sende- zur Empfangsstation von bis zu 20 Metern möglich. Mit einem Repeater lassen sich weitere Strecken überbrücken oder auch Wände (TransWallRepeater). Hygienisch unbedenklich können auch mehrere Empfangs- durch eine Infusions-Sendeeinheit bedient werden. Frei nach dem Motto: Ein Perfusor, viele Patienten. Dies spart nicht nur Material und Medikamente, sondern reduziert auch die teuren Personalkosten. Insbesondere bei Katecholamin- oder Opiat-Perfusoren kann hier kosteneffizient ein Perfusor für mehrere Patienten verwendet werden und dies ohne das Wegwerfen unverbrauchter Mengen nach einem Patient. Durch das im Empfangsteil enthaltene Reservoir sind zudem Überlappende Spritzenwechsel kein Problem mehr: Einfach die Arterenol-Perfusorspritze wechseln ohne Druckschwankungen zu befürchten – so einfach ist das! Da die proximale Apparatur samt Kurzschläuche zum Empfangsteil nur einmal konnektiert werden muss und dann im Regelbetrieb keine Diskonnektion mehr erforderlich ist können die Kurzschläuche zum Patienten im Idealfall den gesamten Klinikaufenthalt so bleiben wie sie sind – ein patientennaher Systemwechsel entfällt hierbei.

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